Pfarre Voitsberg

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Pfarrgeschichte

Chronik     1. Teil

Aus der Festschrift
'900 Jahre Kirche in Voitsberg'

900 Jahre Kirche in Voitsberg

Am 7. Jänner 1103 wurde in St. Lambrecht eine Urkunde ausgestellt, dir für Voitsberg die erste Nachricht kirchlichen Lebens darstellt.

Es ist keine Pfarrgründungsurkunde oder die Erinnerung an eine Kirchweihe, sondern die Besiegelung eines Rechtsgeschäftes zwischen dem damals noch jungen Benediktinerkloster St. Lambrecht und seinem Stifter, Herzog Heinrich II. von Kärnten. Der Stifter sichert in dieser Urkunde dem Kloster die Eigentumsrechte über die Kirchen von Mariahof, Weisskirchen, St. Marein im Mürztal, Lind bei Zeltweg, Adriach bei Frohnleiten, Piber und St. Margarethen in Voitsberg zu, weiters Markt- und Zollrechte von Judenburg sowie den Stadelhof Zedernitz bei der Margarethenkirche in Voitsberg.

Urkunde mit der ersten Nennung der Margarethenkirche
Urkunde mit der ersten Nennung der Margarethenkirche

Es handelt sich dabei durchwegs um längst bestehende Einrichtungen, Gebäude und Güter. Neben Aflenz, Veitsch und Mariazell sowie das unmittelbare Gebiet um St. Lambrecht gehören die oben genannten Gebiete zum Kernbereich des Lambrechter Stiftsbesitzes und damit auch kirchenrechtlich zum stiftischen Einflussbereich.

Im sogenannten Pibertal gab es damals erst die zwei Pfarren Piber und St. Margarethen bei Voitsberg. Die Stadt Voitsberg sollte auch erst in den folgenden Jahren entstehen, auch die Burg. Das ist auch einer der Gründe, warum die älteste Kirche der Stadt außerhalb des heutigen Zentrums errichtet wurde. Umso bedauerlicher ist der Umstand, dass 1890 durch die Ausweitung der Bergbaubetriebe die älteste Kirche der Stadt verschwunden ist und nur mehr wenige Zeugnisse, etwa Altarblider oder Statuen erhalten geblieben sind. Weiters gibt es einige Fotos der Gebäude und bescheidene Pläne.

Der Standort ist auf den ältesten Katasterplänen noch feststellbar und daher auch heute noch im völlig veränderten Gebiet südöstlich der Stadt der ehemalige Standort. Der folgende Beitrag geht vor allem den Spuren dieser Margarethenkirche nach und zeigt ihre Stellung im Lauf der Jahrhunderte bis zur Demolierung im Jahre 1890.


 

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© Dekanat Voitsberg 2006, 2007 - Letzte Aktualisierung dieser Seite am 17. 12. 2009