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Pfarrblatt

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Pfarrblatt 1101

Wort des Pfarrers

Link Aufgeweckt

Thema

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Wort des Pfarrers

Pfarrer Dr. Erich Linhardt
Dr. Erich Linhardt

Aufgeweckt

„Das ist ein aufgeweckter Bursche, ein aufgewecktes Mädchen!“, sagt man oft, wenn ein Kind besonders interessiert, eifrig und schlagfertig ist.

 

Als Christen müssten wir eigentlich alle zu den Aufgeweckten zählen. Nicht nur weil wir mit besonderen geistigen und körperlichen Fähigkeiten ausgestattet wären, sondern weil wir auch anders begabt sind. Wir werden von „dem Auferweckten“ immer wieder aufgeweckt und mit seinem Geist beschenkt – wenn wir es zulassen. Was ist damit gemeint?

 Wenn wir glauben, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, auferweckt wurde, Gott zu ihm  Ja gesagt hat,  Ja auch zu dem, was er getan hat, dann waren seine Haltungen im Leben absolut richtig. Wir, die wir diese Botschaft annehmen

und uns dadurch auf Jesu „Weckruf“ täglich einlassen, bekommen dann Antworten auf die Situationen des Lebens geschenkt. Antworten, die deuten, die Sinn geben, die Hoffnung und Liebe stärken und die wir selber als richtig erfahren.  Seit Christus von den Toten auferstanden ist – auferweckt wurde, gibt es nichts Sinnloses mehr in der Welt, wenn wir es im Lichte Christi deuten.

Wir können froh und gelassen in die Zukunft schauen, wenn wir – oft auch entgegen allem sinnlos Erscheinenden – lieben und Gutes tun.

Denn wir dürfen glaubend vertrauen, dass das Leben bei Gott und die Liebe die letzte Bestimmung in unserem Dasein sind. Was kann noch schief gehen?

Wenn wir uns nun vom Auferweckten auch aus unserer oftmaligen Lethargie und Orientierungslosigkeit aufwecken lassen und uns auf Christus einlassen, können wir immer das Positive und Gute ausstrahlen. Wie ein aufgewecktes Kind wirken wir dann in unserer Umgebung und auf diese erfrischend und lebendig  und stecken damit hoffentlich viele an.

Ihr Dechant und Pfarrer Dr. Erich Linhardt


Thema

Ostern

Kleine Geschichte des Osterfestes

 

Das Datum des Osterfestes hängt mit dem jüdischen Zeit- und Festtagskalender zusammen. Dort begannen die Monate jeweils mit dem Tag des Neumondes. Der erste Monat nach Frühlingsvollmond hieß Nisan. Am 14. Nisan, dem Vollmondtag dieses Monats, feierten die

Juden ihr Osterfest – Passah oder Pascha – zur Erinnerung an die Errettung aus Ägypten.

Bis ins 2. Jahrhundert hinein war der 14. Nisan, ganz gleich auf welchen Wochentag er fiel, dann auch das Datum für das christliche Osterfest. Ein Teil der Christenheit (in Kleinasien) behielt diesen Termin bei, während sich Rom und damit der größere Teil der Kirche für den auf den 14. Nisan folgenden Sonntag entschied. Das 1. Konzil von Nizäa (325) beschloss die endgültige Regelung: Ostern wird alljährlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Damit ist eine Schwankungsbreite von fünf Wochen (22. März – 25. April) gegeben. Das Osterfest ist  unser ältestes Fest. Bereits im 4. Jahrhundert wurde Ostern als christliches Fest, als „Fest der Feste“, hochgeschätzt und ausgiebig gefeiert.

Nach dem heiligen Beda (8. Jahrhundert) kommt der Name „Ostern“ vermutlich von der germanischen Gottheit Ostera oder Eostre, eine angelsächsische Gottheit des strahlenden Morgenrots und des aufsteigenden Lichtes. Sie war die Frühlingsgöttin, für die jährlich ein Frühlingsfest veranstaltet worden war. Andere Forscher führen Ostern auf „ostra“ zurück, ein althochdeutsches Wort, das die Zeit bezeichnet, in der die Sonne genau im Osten aufgeht.

Nach altem Glauben hüpft die Sonne aus Freude über den Auferstandenen am Ostermorgen mehrmals empor. Allen Erklärungsversuchen liegt die Vorstellung von Christus als der im Osten aufgehenden Sonne zugrunde.

© Dekanat Voitsberg 2006, 2007 - Letzte Aktualisierung dieser Seite am 9. 5. 2009